|











|
Heute existieren
im Harz nur noch- bzw. wieder- kleine Herden, wie z.B. die des Bergbauern
Wolfgang Beuse in Wildemann. Seine Herde besteht zur Zeit aus zwanzig
Milchkühen und einem gekörten Bullen. Seine Züchtung hat ergeben, dass
die Tiere zu etwa 80% die alten Gene der ursprünglichen Harzer Rotviehrasse
wiedererlangt haben. Da seine Tiere artgerecht gehalten werden, können
sie auch ihre Hörner behalten, die bei konventioneller Haltung den Kälbern
entfernt werden.
Die Nutzung dieser
Tiere
In Beuses Stall beschränkt sich die Nutzung in erster Linie, neben
der Milchverwertung, auf die Rückzüchtung. Später ist eine Vermarktung
des Fleisches geplant. Denn mit dem heute überwiegend im Harz existierenden
sogenannten Anglervieh- einer verwandten Rasse, die auf Milchleistung
gezüchtet ist- kann die Rote Harzkuh beim Milchertrag nicht konkurrieren.
Dafür liefern die Tiere ein Fleisch in hervorragender Qualität.
Anspruchslosigkeit
der Kühe
Beim täglichen Kuhaustrieb kann jeder sehen, wie die Tiere am Wegesrand
Himbeersträucher, Farne und Brennnesseln fressen, bei der Waldweide
durch das Gebüsch stapfen und problemlos Hänge emporklettern. Sie sind
damit zu unersetzlichen Pflegern unserer Landschaft geworden. Die Tiere
sind so robust, dass sie Sommer und auch Winter im Freien sind. Trotzdem
sind sie so gut wie nie krank und erreichen dabei sogar ein höheres
Lebensalter als andere Rassen.
Video
Rücktrieb der Harzkühe
durch Wildemann mit Glockengeläut
|

Kuhgespann beim
Festumzug 2000, Altenau (Foto:Klein,Altenau)

typische Harzkuh

Harzer Rotvieh Kälber
|