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Alle farbigen Ziegen
in Deutschland werden offiziell als 'Bunte
Deutsche Edelziege' bezeichnet. Unter diesem Sammelbegriff sind
heute auch alle ehemals landschaftstypischen Lokalschläge zusammengefasst.
Beschreibung
Für unsere Landschaft war die Harzziege typisch. Hier wurde sie vor
100 Jahren in örtlichen Harzziegen-Zuchtvereinen als Harzer Landschlag
planmäßig gezüchtet. Durch das Hinarbeiten auf das Zuchtziel wurde eine
einheitliche Population erreicht, die so beschrieben wird: Mit Aalstrich,
weißer Bauch, gegen die Flanken mit einem schwarzen Saum abgegrenzt,
Beine schwarz geschient.
Ziegen wiegen ca. 45-60 kg, Böcke ca. 65-80 kg.
Die Harzziege galt bis vor wenigen Jahren als ausgestorben. In manchen
Landschaftspflege-Schafherden kann man aber noch ab und zu Ziegen diesen
Typs entdecken. Nun hat sich auch unser Verein zum Ziel gesetzt, die
Harzziege wieder zu züchten, damit diese dem Harzer Klima angepasste
Ziege vor dem Aussterben bewahrt wird.
Geschichte der
Harzziegen
Die Harzziege galt früher als die "Kuh des armen Mannes".
Die ärmeren Bergleute, die sich keine Kuh leisten konnten, hatten eben
eine Ziege. Sie war ja auch sehr widerstandsfähig und genügsam bei hoher
Milchleistung. - Wichtig war auch hier im Harz die Milch der Ziegen
für die Hüttenleute, da sie den bei der Arbeit eingeatmeten Giften entgegenwirkte.
Weideverbot im
Wald
Im Gegensatz zu den Kühen durften die Ziegen nicht im Wald weiden.
Als im Jahre 1761 ein Hirte doch seine Ziegen im Wald weiden ließ, wurde
er dafür von der Forst für zwei Stunden in Halseisen gelegt.
1967 wurde nur noch eine Ziege ermittelt. Die Viehwirtschaft war so
gut wie beendet.
Die Harzziegen
heute
Heute kann man diese Rasse nicht nur wieder in Wildemann sehen, auch
in vielen anderen Harzorten haben sich Tierhalter der Zucht der Harzziegen
verschrieben. Ziegenmilch und Ziegenkäse sind wieder stark gefragte
Produkte geworden, die auf regionalen Märkten vermehrt angeboten werden.
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Harzziege

Harzer Ziegenbock

Harzziege mit Freundin "Gans"
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