Geschichte
Das
Harzer Rotvieh, genauer das "Harzer Rote Höhenvieh",
ist die älteste und ursprünglichste Nutztierrasse. Es ist
ursprünglich ein Keltenrind, das aus England und Frankreich
eingeführt
wurde und mit Berner, Tiroler und Zillertaler Rindern eingekreuzt wurde.
Sie
waren für die hiesige Gegend sehr gut angepasst - konnten gut an
steilen Hängen stehen, waren wetterfest und sehr genügsam.
Sie gaben ihre Arbeitskraft, Milch und Fleisch. Für die Bergleute
im Harz brachten die Kühe über die Hälfte des kargen
Bergmannslohns ein.
Durch die
Rechte, die die Bergleute von ihrem obersten Landesherrn erhielten,
war festgelegt, welche Anzahl der Kühe jeder halten durfte. Ganz
arme Leute konnten sich statt einer Kuh nur eine Ziege leisten.

In vielen Häusern
waren die Ställe hinter dem Haus gelegen. Die Kühe mussten,
wenn sie morgens zu der Herde wollten, durch den Hausflur gehen und
abends wieder zurück.
Jede Kuh kannte ihren Weg von alleine.
Später
ging die Haltung des Harzer Rotviehs sehr zurück, denn da immer
mehr Hochleistungsrinder aufkamen, lohnte sich im Harz die Haltung nicht
mehr. Ende der 60er Jahre gab es hier kaum noch Harzkühe. 1997
wurde die Rasse, da sie drohte auszusterben, zur "gefährdeten
Nutztierrasse des Jahres" erklärt.
Auch
die Harzer Ziegen und Harzer Füchse waren kaum noch vorhanden.
Ziegen wurden nicht mehr gehalten, und weil man keine Herde mehr zum
Hüten hatte, brauchte man auch keine Hütehunde. Überlebt
haben diese nur noch bei einigen Schäfern und ihren Schafherden.